Die nächste Enttäuschung: Kosten fürs Verfüllen der Baugrube

Wer hier regelmäßig mitliest weiss, dass wir sehr überrascht und enttäuscht über die zusätzlichen Kosten beim Ausheben der Baugrube waren. Nun kam die Rechnung für das Verfüllen der Baugrube, und die war dann nochmal saftiger: über 2000 Euro zusätzlich. Die Arbeit war auch aufwändiger, da der verfüllte Boden ja verdichtet werden muss. Das Argument von Massivhaus Rhein-Lahn diesmal: die Baugrube wird nur bis zu dem ursprünglichen Bodenniveau kostenfrei aufgefüllt. Da das Bodenniveu bei uns hinterher fast einen Meter höher liegen soll als vorher blieb also ein guter Batzen an uns hängen mit dem wir nicht gerechnet haben. Und mit diesem letzten Argument wird dann das Versprechen aus den Verkaufsgesprächen, dass keine zusätzlichen Kosten auf uns zukommen wenn kein Aushub abtransportiert und entsorgt werden muss, endgültig unmöglich. Denn wenn man einen Keller baut muss der Aushub davon ja irgendwo hin. Entweder man fährt ihn weg oder man kommt beim Verfüllen zwangsläufig auf ein höheres Bodenniveau als vorher.

Der Witz: der Mutterboden, immerhin nochmal etwa 60 Kubikmeter, liegt immer noch auf dem Nachbargrundstück. Bis der da liegt wo er hin soll kostet es also nochmal.

5 thoughts on “Die nächste Enttäuschung: Kosten fürs Verfüllen der Baugrube”

  1. Bei anderen Generalübernehmern wie z.B. Viebrockhaus geht man mit den Bauherren wirklich Punkt für Punkt durch, welche zusätzlichen Kosten neben dem Hausbau zu erwarten sind. Also auch solche Dinge wie: Plasterarbeiten, Kosten durch Vermesser, Statiker usw. Hier wird von Viebrockhaus recht großzügig bemessen, damit man auf der sicheren Seite ist. Dafür muss man aber nicht fürchten, am Ende zu wenig Geld eingeplant zu haben.
    Man hat dann zwar erst mal einen erschreckend hohen Zusatzbetrag für die „Nebenkosten“ auf einem Blatt stehen, der im ersten Moment vielleicht auch abschreckend ist (bei uns waren es 50.000€). Aber rückwirkend betrachtet, ist das einfach umsichtig und ehrlich. Was bringt es, etwas schönzurechnen, wenn den Bauherrn nach Vertragsunterzeichnung die Zusatzkosten von den Füßen haut. Massivhaus Rhein-Lahn wirbt unter anderem damit, das so viele Zusatzkosten wie Bauwasser/Baustrom, Grobabsteckung durch Vermesser usw. übernommen werden. Das ist ja auch wirklich toll. Aber was die Subunternehmer dann für Extraarbeiten nehmen, dass ist wirklich extrem viel.
    Nachdem wir uns auch mit anderen Unternehmen (z.B. Gartenbauern) unterhalten haben und erzählt haben, dass Herrn Kuhn sich den Tag LKW-Nutzung mit fast 700 € bezahlen lassen hat, waren alle überrascht.
    Vor allem, wenn schon der erste Schritt (nur die Erdbauarbeiten) einen 3000€ extra kosten und man weiß, dass man mit dem Bauen ja gerade erst angefangen hat, dann wird einem wirklich Angst und Bange….. *Nachfinanzierung wir kommen*?

  2. Wenn man sich solche Beiträge zum Hausbau durchliest, bekommt man sehr schnell Angst davon, selbst zu bauen. Die Kosten können einen ja doch in Grund und Boden treten.

    1. Insgesamt sind wir bei Massivhaus Rhein Lahn mit den Kosten gut im Rahmen geblieben. Bei anderen Anbietern fallen solche Kosten für Erdarbeiten auch an. Es wäre halt schön gewesen, wenn wir vorher besser darüber aufgeklärt worden wären.

    2. Man sollte auf jeden Fall einen guten finanziellen Puffer einplanen. Meiner Meinung nach sind die Empfehlungen die man in der Literatur zu lesen bekommt noch zu niedrig gegriffen. Die Baubranche boomt. Man ist von den Firmen abhängig und das wird ausgenutzt. Im Endeffekt wird es immer teurer als man vorher dachte und man beginnt Sachen zu streichen oder erst einmal nach hinten zu schieben. Das führt langfristig natürlich dazu, dass auch für diese aufgeschobenen Dinge die Preise steigen. Man sollte also bei der Planung der Finanzierung nicht zu knapp kalkulieren. Wir haben sehr viel selbst gemacht und sind heute fast 2 Jahre nach Einzug noch dabei Arbeiten durchzuführen. Das ist sehr belastend und man sollte sich gut überlegen, ob man stattdessen nicht lieber 1-2 Jahre länger den Kredit abbezahlt. Man kann nur so und so viel selbst leisten.

  3. Vielen Dank für euren Blog, die Mühe Eure Erfahrungen mitzuteilen.

    Zu Eurer Enttäuschung bezüglich Verfüllen/Grobplanum, das muss echt angesprochen werden, dein Argument der Aushub des Kellers muß ja irgendwohin und wenn nicht abgefahren wird (Was ja so bei MRL in der BLB steht) wird von ihnen oder dem SUB ja nicht kostenfrei verteilt … Zu Euren Preisen €700 pro LKW bzw. €2.000 zum Verfüllen habe ich keinen Vergleich, aber wenn Eure Gartenbauer das zu viel fnden sollen sie euch doch ein besseres Angebot machen…

    Zu den Hausbildern, ich bin begeistert, das es auch Leute gibt, die (so wie wir) eine Dachfläche so planen, das ein Vielfaches der PV Module drauf passt und das ganze homogen aussieht.
    Super Toll!

    Gruss

    Michael

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